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Kindernachrichten

X-tra für Jungs

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Ein neues Projekt zur Leseförderung für Jungen ab neun Jahre Nach dem PISA-Schock erschüttert gerade eine weitere Erkenntnis die Schullandschaft: Die Bil-dungsmisere ist männlich! Zwei Drittel aller Schulab-brecher sind Jungen. Und nur 21,7 Prozent schaffen die Hochschulreife, während es bei den Mädchen 29,3 Prozent sind. Die Ursachen sind vielfältig und vielschichtig, eine davon: Jungen lesen alarmierend wenig. Diesem Trend wollen die Stadtbüchereien Düsseldorf mit dem Leseförderungs-Projekt "X-tra für Jungs" entgegenwirken, das speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Mit 34.000 Euro fördern der Freundeskreis Stadtbüchereien und die Stadtsparkasse Düsseldorf "X-tra für Jungs". Dieses Geld kommt in erster Linie der Erweiterung des Medienangebots für Jungen ab neun Jahre zugute. Mit begleitenden Veranstaltungen sollen die "wilden Kerle" in die Bücherei gelockt und zum Lesen verführt werden.

Die Unlust am Lesen

Das sind die Erkenntnisse der Bildungspolitiker: In den 3. bis 6. Klassen sind nur 34 Prozent der Jungen am Lesen interessiert. In der Liste der beliebtesten Freizeitaktivitäten bildet der Bibliotheksbesuch in dieser Altersgruppe mit vier Prozent das Schlusslicht; Renner ist "draußen spielen" mit 50 Prozent. Bei den Medienbeschäftigungen liegt Lesen mit 31 Prozent ebenfalls am Ende, während Fernsehen auf 94 Prozent kommt.

Die Nutzerzahlen der Stadtbüchereien bestätigen diese Erhebungen, denn sie verzeichnen bei Jungen ab neun Jahre bereits einen deutlichen Einbruch. Bei den 15- bis 19-Jährigen sind dann zwei Drittel aller Bibliothekskunden weiblich. Besorgniserregend ist dies insofern, weil sich das so genannte "Lesefenster" mit etwa 13 Jahren wieder zu schließen beginnt. Danach ist es in der Regel nicht nur zu spät, eine Leserkarriere zu starten, sondern Schreib- und Sprachdefizite haben sich festgesetzt, Gehirnpotenzial ist unwiederbringlich verloren.

Jungen lesen anders

"Wenn man Jungen zum Lesen motivieren will", so Düsseldorfs Büchereidirektor "Wenn man Jungen zum Lesen motivieren will", so Düsseldorfs Büchereidirektor
Dr. Norbert Kamp, "muss man berücksichtigen, dass sie anders und anderes lesen als Mädchen." Merkmale:

• Sie wollen männliche Helden, mit denen sie sich identifizieren können.

• Dabei wollen sie gleich zur Sache kommen, die ersten fünf bis zehn Seiten entscheiden, ob das Buch gelesen oder aus der Hand gelegt wird.

• Der Handlungsort soll nicht ihrer realen Umgebung entsprechen.

• Ihre an Computerspielen orientierte Wahrnehmung führt zu
selektivem Lesen: Texte müssen also möglichst kurz und knapp, deutlich strukturiert, ohne große Rückblenden und am bestenszenisch aufgebaut sein.

• Aktion ist für Jungen wichtiger als Reflexion. Jungenliteratur ist keine Problemliteratur, sondern Lösungsliteratur.

Die Kampagne

Um Jungen verstärkt an das Lesen heranzuführen, starten die Stadtbüchereien Düsseldorf deshalb "X-tra für Jungs", eine Kampagne, bei der sie auch auf ihre gute Vernetzung mit den Schulen und Freizeiteinrichtungen setzen. Sie beinhaltet folgende Handlungsschritte:

1. Sonderbestand mit über 2.000 neu erworbenen Medien
Jede Zweigstelle hält insgesamt rund 200 zielgruppenspezifische Medien vor. Sie werden mit einem eigens entwickelten Aufkleber versehen und in gesonderter Aufstellung präsentiert.

2. Auswahlverzeichnis mit 219 Titeln auf 51 Seiten
Das Verzeichnis stellt die Medien mit einem Kurztext vor und nennt ihren Standort bei den Stadtbüchereien Düsseldorf. Es ist kostenlos in allen Einrichtungen der Stadtbüchereien erhältlich.

3. Auftaktveranstaltung
Am Montag, 17. November, 17 Uhr, findet in der Zentralbibliothek eien Auftaktveranstaltung statt. Karten dafür gibt es kostenlos in der Kinder- und Jugendbücherei am Bertha-von-Suttner-Platz 1. Die "Giants" und Fortuna Düsseldorf unterstützen die Kampagne. Spieler der beiden Vereine stellen ihre Lieblingsbücher vor.

4. Leseförderung für Jungen im Alltag
In zahlreichen Veranstaltungen werden die Stadtteilbüchereien 2009 ihr besonderes Augenmerk auf die Zielgruppe Jungen legen. Als Pilot-Veranstaltung kann die Fördermaßnahme "Lesen bewegt" der Yitzhak-Rabin-Schule und der Bücherei Derendorf gelten, die schwerpunktmäßig in den vergangenen zwei Wochen stattfand. Für Januar 2009 ist das Treffen einer Jury vorgesehen, in der sich Jungen als Lektoren betätigen und Anschaffungsvorschläge für die Stadtbüchereien machen.

Nachricht vom 12.11.08 19:03

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